Blitzer in Dresden Ammonstrasse

Rechtsanwalt Frank Hannig

Öffentliche Verhandlung AG Dresden:

Am zweiten Verhandlungstag waren Dekra- Gutachter und ein Sachverständiger zur Gesichtserkennung geladen.

Lange Diskussion: kann der Messsensor schräg gestanden haben? Könnte der Aufstellort des Sensors auf sandigem Untergrund das Messergebnis verfälschen? Hat der Polizeibeamte regelmäßig kontrolliert?

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Fast schon eine Komödie: könnte ein Tier (Maus oder Spatz) am Sensor gewackelt haben? Wie stabil ist das Messgerät? Wie schwer wäre ein Spatz, der auf dem Sensor sitzt?… Keine Chance, DEKRA widerlegt alles souverän.

Dann: Das Foto ist schlecht! Könnte auf dem Blitzerfoto nicht sogar der Verteidiger sein? Ist das nicht die gleiche Sonnenbrille, wie die des Verteidigers? Richter Dietz ist nicht amüsiert… Der Verteidiger wird als Zeuge aufgerufen, Vereidigung droht. Der Gutachter: „Auf den ersten Blick kann ich nicht ausschließen, dass es sich bei dem Betroffenen auf dem Foto um den Verteidiger des Betroffenen handeln könnte.“ Ha! Erleichterung! Das war mein Plan!

Längere Bedenkzeit beim Richter, dann: „aus prozessökonomischen Erwägungen könnten wir das Verfahren einstellen“.

Ja! ERFOLG! Punkte weg! Kein Fahrverbot! Rechtsschutz zahlt den Anwalt, den Rest zahlt die Staatskasse. MANDANT GLÜCKLICH.